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WÄRMEPUMPEN
 
22.06.2010

Kein Gas mehr für Europa?

Nach tagelangen ergebnislosen Verhandlungen im Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland hat der russische Energiekonzern die Gaslieferungen an Weißrussland weiter gedrosselt. Eineinhalb Jahre nach dem Gaskrieg zwischen Russland und der Ukraine droht Europa also abermals von einem Gaskonflikt in Mitleidenschaft gezogen zu werden, da Weißrussland nach der Ukraine der zweitgrößte Transitstaat für den russischen Gasexport ist.

Im Gasstreit mit Russland hat die weißrussische Regierung angeordnet, den Transit von Gas nach Europa zu stoppen, angeblich habe Präsident Alexander Lukaschenko bereits die Sperrung der Pipelines verfügt.

Lt. seiner Aussage schuldet der russische Staatskonzern Gazprom Weißrussland umgerechnet rund 212 Millionen Euro für das Durchleiten von Gas nach Westen. Russland hatte zuvor wegen ungezahlter Rechnungen die Gaslieferungen in das Nachbarland gedrosselt. Weißrussland erhebt allerdings den Vorwurf, Russland habe Transitgebühren für das Weiterleiten des Gases in Richtung Westen nicht bezahlt.

Europa erhält gut 6,25 Prozent seines Erdgases über das Transitland Weißrussland. Litauen indes ist von Importen russischen Gases über weißrussische Pipelines zu 100 Prozent abhängig. Deutschland bezieht nach den Angaben zwischen 2 und 2,5 Millionen Kubikmeter Gas täglich auf diesem Wege.

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