HIGH-TECH
WÄRMEPUMPEN
 

Glossar

3-Liter-Haus

1 l Heizöl ergibt max. ca. 8 kWh Nutzwärme bei ca. 0,8 Anlagen-Nutzungsgrad Öl. Dem 3-Liter-Haus stehen somit 24 kWh Nutzwärme/m2 zur Verfügung (pro Jahr).
Dieser Wert ergibt sich überschlagsmäßig bei einem spezifischen Heizleistungsbedarf von 15 W/m2.

Absorber
definition:Sonderbauformen der Wärmequellenanlagen

Zu den Sonderbauformen der Wärmequellenanlagen gehören die sogenannten Massivabsorber. Hierbei handelt es sich um Konstruktions- oder Bauelemente welche Kollektorrohre zur Wärmeaufnahme beinhalten. Bei Solesystemen ist eine entsprechende Frostschutzkonzentration zu beachten, da die Elemente die niedrigsten Außentemperaturen annehmen können. Diese Absorberelemente nehmen im allgemeinen Wärme aus der Außenluft und der Sonneneinstrahlung auf. Üblich sind Energiezäune, Energiedächer (zB. von Garagen), aber auch im Erdreich betonierte Pfähle. Monovalenter Betrieb ist mit frei aufgestellten Elementen kaum zu erreichen.

Abtaueinrichtung

Außenluft ist eine Wärmequelle, die überall unbegrenzt verfügbar und ohne jede Genehmigung nutzbar ist. Bei sinkender Außenlufttemperatur steigt der Wärmebedarf eines Gebäudes. Gleichzeitig sinkt jedoch die Heizleistung und die Leistungszahl der Wärmepumpe. Durch die in vielen Luft/Wasser-Wärmepumpen integrierte Abtaueinrichtung ist eine einwandfreie Funktion auch bei tiefen Temperaturen unter 0°C gegeben.

Abwärmenutzung

Exogene chemische Prozesse oder diverse Fertigungsprozesse bedingen eine entsprechende Kühlung. Mit Wärmepumpen kann in vielen Fällen die Abwärme aus dem Kühlwasser genützt bzw. dasselbe vor dem Einleiten rückgekühlt werden. Auch Abwärme aus Abwässern eignet sich für eine Nutzung als Wärmequelle für die Wärmepumpe.
Als weitere Art der Abwärme kann Abluft mit Wärmepumpen genutzt werden.

Aktives Kühlen

Bei aktiver Kühlung wird der Kältekreis der Wärmepumpe meist durch ein 4-
Wege-Umschaltventil umgekehrt: Der Kondensator wird zum Verdampfer und führt aktiv die Kühllast, aufgenommen durch die Fußboden- bzw. Wandflächen über die benötigte Temperaturdifferenz (Temperaturhub), an das Erdreich, das Grundwasser, oder die Außenluft ab. Das benötigte Temperaturniveau würde bei erdgekoppelten Systemen kurzfristig direkt von der Wärmequelle her zur Verfügung stehen. Nun besteht aber das Problem, dass sich während des passiven „Free Cooling“-Prozesses im Laufe der Tage die Wärmesenke (Kältequelle) im Temperaturniveau angleicht. Bereits bei einigen aufeinanderfolgenden heißen Tagen geht so der Kühleffekt weitgehend verloren. Aber auch die Begrenztheit des Massenstromes hält die Einsetzbarkeit in Schranken. Eine bloße sogenannte „Bauteilaktivierung“ hat zwar positive Effekte, kann aber nicht die effektiv benötigte Kühlleistung bringen. Da der Kühlbedarf von Gebäuden in der Regel höher ist als der Wärmebedarf, wäre bei passiver Kühlung die Wärmesenke in Mitteleuropa um bis zu 60 % größer auszulegen als die Wärmequellanlage (Sonde, Kollektor).

Anlagenaufwandszahl
definition:Verhältnis der von der Anlagentechnik aufgenommenen Primärenergie in Relation zu der von ihr abgegebenen Nutzwärme

Die Anlagenaufwandszahl ep beschreibt das Verhältnis der von der Anlagentechnik aufgenommenen Primärenergie in Relation zu der von ihr abgegebenen Nutzwärme. Die primärenergetisch bezogene Anlagenaufwandszahl dient dem Vergleich unterschiedlicher Anlagen hinsichtlich ihres Energieaufwands (lt. DIN V 4701-10). ep = Qp : (Qh + Qtw) Qp = Primärenergiebedarf Qh = Heizwärmebedarf Qtw = Trinkwasserwärmebedarf

Arbeitsmittel
definition:Stoffe, welche verdampfen und gleichzeitig eine hohe innere Wärme besitzen.

Als Arbeitsmittel (Kältemittel) werden Stoffe bezeichnet, welche bei sehr niedrigen Temperaturen verdampfen und gleichzeitig eine hohe innere Wärme besitzen. Heute sind nur chlorfreie Arbeitsmittel zugelassen. Diese haben keinerlei ozonschädigende Wirkung (ODP = 0). R134a, R407C und Propan erfüllen diese Bedingungen. OCHSNER verwendet serienmäßig
R134a und R407C. Diese beiden Sicherheitsarbeitsmittel sind unbrennbar und ungiftig.
Das damit verwendete Ester-Öl ist biologisch abbaubar, eine problemlose Aufstellung in beliebigen Räumen ist möglich.

Betriebsweise
definition:Art der Betreibung einer Anlage

Folgende Betriebsweisen sind möglich:

  • Monovalent
    Die Wärmepumpe ist alleiniger Wärmeerzeuger.
    Die Wärmepumpe deckt jederzeit 100 % des Wärmebedarfes. Geeignet für Vorlauftemperaturen von max. 55 °C bzw. 65 °C bei Typenreihe »plus«.
    OCHSNER-Anlagen mit Wärmequelle Erdreich oder Wasser werden monovalent betrieben.

  • Bivalent-Parallel (WP + Zusatzheizung) - Erfolgt die Zusatzheizung über einen E-Heizstab, spricht man von monoenergetisch. Die Wärmepumpe heizt bis zum Zuschaltpunkt allein. Nach dem Zuschaltpunkt heizt sie gemeinsam mit dem Kessel oder E-Heizstab. Max. Vorlauftemperatur 65 °C. Hauptsächlich bei Neuanlagen mit Wärmequelle Luft oder Umrüstung bei Altbausanierung.

  • Bivalent-Alternativ (WP oder Zusatzheizung)
    Die Wärmepumpe heizt bis zum Umschaltpunkt allein. Nach dem Umschaltpunkt heizt der Kessel allein. Für Vorlauftemperaturen bis 90°C geeignet. Hauptsächlich verwendet bei Nachrüstungen.

BWP
definition:Bundesverband Wärmepumpe Austria

Der Bundesverband WärmePumpe Austria (BWP-Obmann: Karl Ochsner) 
ist die Interessengemeinschaft der namhaften Anbieter (Hersteller und Importeure) von Wärmepumpentechnik mit Sitz in der Wirtschaftskammer Österreich.
www.bwp.at

CO2-Erdwärmesonde

Die CO2-Erdwärmesonde besteht aus einem druckfesten, flexiblen Edelstahlrohr gefüllt mit flüssigem und gasförmigem Kohlendioxid (ca. 50 bar Systemdruck). Die Sonde wird vertikal in die Erde eingebracht. Der Sonde wird im unteren Bereich Erdwärme (Erdreichtemperatur von ca. 10 - 15 °C) zugeführt, wodurch das an der Wandung herunter fließende flüssige CO2 verdampft und dabei der Umgebung Wärme entzieht: das CO2-Gas steigt auf Grund seiner nun geringeren Dichte auf, dies erfolgt nach dem Thermosyphonprinzip. Im oberen Abschnitt, dem Kopf des Erdwärmerohrs, wird dem gasförmigen CO2 über den Kältekreis der Wärmepumpe diese Wärme entzogen, was zur Kondensation führt. Beim Einsatz des Wärmerohrs als Erdwärmesonde wird eine verhältnismäßig lange Heizzone verwendet, währenddessen die Kühlzone - am oberen Ende angeordnet - vergleichsweise kurz ausfällt. Im oberen Teil der Sonde ist ein Sammelbehälter angeordnet, der mit einem Rohrwendel-Wärmetauscher ausgerüstet ist. In diesem wird das Arbeitsmittel der Wärmepumpe verdampft und nimmt dabei die durch die Sonde dem Erdreich entzogene Wärme auf. Der Kältemitteldampf wird innerhalb der Wärmepumpe durch den Kompressor auf ein höheres Druck- und Temperaturniveau gebracht und liefert somit die Wärmeenergie für das Heizsystem.

D-A-CH
definition:Deutschland - Österreich - Schweiz

D-A-CH ist ein Kunstwort für Deutschland, Österreich und Schweiz, somit auch eine Bezeichnung für den größten deutschsprachigen Raum. Der Begriff setzt sich aus den Kfz-Nationalitätszeichen zusammen: D für Deutschland, A für Österreich (Austria) und CH für Schweiz (Confoederatio Helvetica).

D-A-CH-Gütesiegel

Das D-A-CH Gütesiegel wurde 1998 von den Wärmepumpen-Interessensvertretungen der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz eingeführt. Es garantiert ein hohes Qualitäts- und Effizienzniveau. Um das Gütesiegel zu erhalten, müssen die geprüften Wärmepumpen ein strenges, normiertes Prüfprogramm absolvieren. OCHSNER war übrigens der erste Hersteller überhaupt, der dieses Gütesiegel erhielt.

Direkterwärmung

Bei Erdwärmeanlagen Direkterwärmung (=Direktverdampfung) wird Erdwärme direkt vom Arbeitsmittel (Kältemittel) aufgenommen. Dadurch ergeben sich höhere Leistungszahlen als bei Sole-Anlagen, da die Soleumwälzpumpe und ein Wärmetauscher entfallen.

Direktverdampfung/Direktkondensation

Bei dieser Variante des Systems Direktverdampfung erfolgt auch die Wärmeabgabe direkt durch das Arbeitsmittel - z.B. als Fußbodenheizung. Der Kondensator besteht ebenso wie der Verdampfer aus nahtlosen, kunststoffgeschützten Kupferrohren. Die Kondensationswärme wird direkt und auf konstantem Temperaturniveau abgegeben.
Statt Einzelraumregelung ist Zonenregelung möglich. Auf Wandstärke und Qualität der Kupferrohre sowie der Anlagentechnik ist zu achten.

EER
EER = Kälteleistung/Antriebsleistung

Wirkungsgrad EER von Klima-Wärmepumpen: Die Betriebskosten einer Wärmepumpe im Heizbetrieb hängen von der erreichten Leistungszahl ε (COP) ab. Beim Heizbetrieb wird die Antriebsleistung des Kompressors voll als Wärme genützt, während diese beim Kühlbetrieb als "Verlust" abgeführt wird.
Der energetische Wirkungsgrad und somit die Betriebskosten einer Klimaanlage oder einer Wärmepumpe im Kühlbetrieb hängen hauptsächlich vom Anlagen-Temperaturhub ab. Die Leistungszahl EER ist die entsprechende Kennzahl.

EEWärmeG
definition:Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Das EEWärmeG tritt mit 1.1.2009 in Deutschland in Kraft. Ziel des EEWärmeG:

  • Reduktion der CO2-Emissionen
  • Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien an der Wärme- und  Kältebereitstellung auf 14% 2020. (6% 2006)
Zielerreichung durch:
  1. Nutzungsverpflichtung Erneuerbare Energieträger Neubaubereich:
    Eigentümer von Gebäuden, die neu gebaut werden, müssen Erneuerbare Energien für ihre Wärmeversorgung nutzen. Diese Pflicht trifft alle Eigentümer, egal ob Private, Staat oder Wirtschaft. Genutzt werden können alle Formen von Erneuerbaren Energien, auch in Kombination. Wer keine Erneuerbaren Energien einsetzen will, kann andere Klima schonende Maßnahmen ergreifen: Eigentümer können ihr Haus stärker dämmen, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung nutzen.
  2. Finanzielle Förderung: Aufstockung Förderung für Neu- aber insbes. Altbau-Förderprogramm im Bestand = MAP (Marktanreizprogramm).
    Die Nutzung Erneuerbarer Energien wird auch in Zukunft finanziell gefördert. Das bestehende Marktanreizprogramm, ein Förderinstrument der Bundesregierung, erhält mehr Geld. Die Mittel werden auf bis zu 500 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt.

EHPA
definition:European Heat Pump Association - Europäischer Wärmepumpenverband

Die EHPA (Chairman Karl Ochsner) mit Sitz in Brüssel ist der anerkannte Repräsentant der Interessen der Wärmpumpenindustrie auf EU-Ebene. Die EHPA hat seit ihrer Gründung im Jahr 2000 inzwischen 61 Mitglieder aus 21 verschiedenen Ländern für eine aktive Zusammenarbeit gewinnen können. Die Kernaufgaben der EHPA sind

  • Einflussnahme auf Energiepolitik der EU (Kommission/Parlament)
  • Einflussnahme auf Direktiven welche schließlich in nationales Recht umgesetzt werden.
  • Schwerpunkt Information/Lobbying KREAB
www.ehpa.org

Einspritzkühlung
definition:Kältekreis in der Einspritzkühlung

Eine spezielle, abgewandelte Form der typischen Wärmepumpen-Kreisprozesse stellt derjenige mit Zwischen-Einspritzkühlung dar.
Dabei wird während des Verdichtens ein Dampf- oder Flüssigkeitsteilstrom eingespritzt. Dadurch wird ein lokaler Kühleffekt und eine Erhöhung des Massenstromes erreicht, welcher zu einer Leistungssteigerung, höherem COP sowie Erweiterung der Einsatzgrenzen führt. So können Wärmepumpen die mit dieser neuesten Technik ausgestattet sind, beispielsweise auch selbst bei Wärmequelle Außenluft (z.B. -16°C) eine Heizungs-Vorlauftemperatur von 65°C ohne Zuschaltung eines E-Heizstabes erreichen. Bei OCHSNER wird diese Technik (OVi-Technologie) bei Luft/Wasser-Wärmepumpen und Großwärmepumpen eingesetzt.

Endenergie
definition:Größe zum Räume beheizen

Die Endenergie ist jene Größe, die der Verbraucher zahlen muss, um seine Räume zu beheizen (also wieviel Kilowattstunden Strom, wieviel Liter Heizöl oder Kubikmeter Erdgas). Wärmepumpenheizungen verbrauchen  wesentlich weniger Endenergie als bspw. Gas- oder Ölheizungen. Der Grund liegt darin, dass die Wärmepumpe bis zu 75 Prozent der erforderlichen Energie in Form von Wärme aus der Umwelt bezieht.

Erdreich/Wasser

Erdreich stellt eine ideale Wärmequelle für monovalent arbeitende Anlagen dar. Das Erdreich speichert Sonnenenergie und wird durch Regenwasser regeneriert. Daher ist auch im Winter und bei Schneebedeckung ausreichend Quellenergie vorhanden. Bei Tiefensonden wird ein größerer Erdspeicher und im wesentlichen geothermische Energie genutzt. Erdtemperaturen liegen in 15 m Tiefe ganzjährig konstant bei ca. 10 °C (Durchschnittswert D, A, CH).

EVU-Sperrzeiten
definition:Unterbrechung der Stromzufuhr bei best. Tarifen

Die Nutzung von Wärmepumpen-Sondertarifen der jeweiligen örtlichen EVUs
bedingt oft eine unterbrochene Betriebsweise. Die Stromzufuhr kann für z.B. 3x2 Stunden innerhalb von 24 Stunden unterbrochen werden. Daher muss die
Tagesheizarbeit (Tageswärmemenge) innerhalb jener Zeit, in welcher Strom verfügbar ist, aufgebracht werden.

F&E
definition:Forschung und Entwicklung

Bei Forschung und Entwicklung (F & E, englisch research and development, R & D) kann es sich je nach Betonung um einen Ausdruck für anwendungsorientierte Forschung oder aber um die zunächst sprachliche Zusammenfassung von Grundlagenforschung und ingenieurtechnischer Entwicklung handeln, da in kommerziell orientierten Großbetrieben eine Koppelung der beiden Bereiche zugunsten von produktions- oder absatzsteigernden Innovationen erwünscht und angestrebt ist.

Die starke Kombination beider Komponenten zu anwendungsorientierter Forschung ist einerseits für Hochschulinstitute ein neuer Weg zur Beschaffung von Drittmitteln, indem sie Kooperationen mit Unternehmen vereinbaren. Andererseits sehen Firmen mehr Zukunftschancen, wenn sie sich auf langfristige Forschungsthemen einlassen. Quelle: Wikipedia

Gebläsekonvektoren

Heizkörper mit integriertem Gebläse.
Selbst bei Fußboden- und/oder Wandheizungen bringt ein in einem geeigneten Raum installierter Gebläsekonvektor Zusatznutzen: Raschere Aufheizung nach einem Winterurlaub oder insbesondere zur Kühlung bei Anlagen Heizen/Kühlen. Allfällige Handwäsche kann bequem getrocknet werden. Bei Althaussanierung kann die Leistung bisheriger Radiatoren stark erhöht und die Heizungs-Vorlauftemperatur merklich gesenkt werden. Ähnlich sinnvoll ist eine Heizschlange als Handtuchhalter im Badezimmer. All diese Zusatzelemente hängen am selben Heizstrang wie die Flächenheizung bzw. Radiatorenheizung.

Großwärmepumpe

Die steigenden Energiekosten stellen auch Industrie, Gewerbe und Kommunen vor eine große Herausforderung. Um Gebäude möglichst effizient und kostengünstig zu beheizen und zu klimatisieren werden auch in diesem Bereich Lösungen gesucht, welche sowohl die Kosten- als auch die Umweltseite bestmöglich bedienen. Während Ein- und Mehrfamilienhäuser heute schon fast standardmäßig mit Wärmepumpen ausgestattet sind, ist deren Einsatz in großen Gebäuden, Produktions-, Lager- und Sporthallen, Bürogebäuden, Schwimmbädern, Museen, oder Hotels noch selten. Die Anforderungen sind bei Großanlagen meistens komplexer. OCHSNER Wärmepumpen erfüllen diese hohen Anforderungen bestens und stellen auch im Segment der Großanlagen eine ideale Lösung dar.
Durch die erzielten massiven Einsparungen bei Energie und Betriebskosten im Vergleich zu konventionellen Heiz- oder Kühlsystemen, ist der Einsatz von Großwärmepumpen besonders wirtschaftlich und umweltfreundlich.

H/K
definition:Heizen und Kühlen

H/K ist eine ergänzende Produktbezeichnung, welche die Funktionen Heizen und Kühlen einer Wärmepumpe von OCHSNER beschreibt.

Heizwärmebedarf
Energiemenge, die zur Beheizung notwendig ist.

Der Heizwärmebedarf ist diejenige Energiemenge, welche das Heizsystem für die Gesamtheit der beheizten Räume bereit stellen muss. Er wird in »kWh/m²« (Kilowattstunde pro Quadratmeter) angegeben. Der Heizwärmebedarf Qh wird wie folgt berechnet: Qh = qp,g x AN

Jahresarbeitszahl
definition:Nutzenergie im Verhältnis zu der zugeführten elektrischen Antriebsenergie

Die Jahresarbeitszahl ß (Beta) ergibt die gelieferte Nutzenergie im Verhältnis zur zugeführten elektrischen Antriebsenergie einer gesamten Heizperiode. ß = Jahresarbeitszahl JAZ = Heizenergie pro Heizperiode: Antriebsenergie pro Heizperiode Liefert eine Wärmepumpe also z.B. 20.000 kWh Heizenergie in einer Heizperiode und benötigt dazu 5.000 kWh elektrischen Strom, so ergibt sich eine Jahresarbeitszahl von 4. 

Klima-Wärmepumpe

Mit nur geringem Aufpreis ist für Erdwärmesysteme und Luft/Wasser-Wärmepumpen eine Ausführung serienmäßig erhältlich, die im Sommer das Wohnhaus auch kühlen kann. Zudem bietet das mit der Wärmepumpe geschaffene kühle Wohnklima erhebliche Vorteile gegenüber dem einer herkömmlichen Klimaanlage: Die Klimawärmepumpe ist günstiger in der Anschaffung, sparsamer beim Betrieb und lautlos und gesünder, da jegliche Zugluft vermieden wird.
Auch der Umwelt zuliebe sollte auf die Klima-Wärmepumpe zurückgegriffen werden: »Green Cooling« hilft wesentlich die globalen CO2-Emissionen zu senken.

KW
definition:Kilowatt

Das Watt ist die SI-Einheit für die Leistung in der Physik. Es wurde nach dem schottischen Erfinder James Watt benannt. Als Einheitenzeichen wird der Großbuchstabe „W“ verwendet. Die Leistung gibt die Änderung (vgl. Energieerhaltungssatz) der Energie bzw. Arbeit pro Zeitintervall an. Daher kann ein Watt als ein Joule pro Sekunde dargestellt werden.

Da die Umsetzung von Energie (und somit ihre Ableitung nach der Zeit, also die Leistung) einen universellen Vorgang von der Ebene der Quarks bis zur Explosion von Sternen (Supernova) darstellt, umfasst die Manifestation von Leistung viele Größenordnungen. Deshalb wird das Watt häufig mit SI-Präfixen kombiniert, z.B. als Kilowatt (kW) für 1000 Watt. Quelle: Wikipedia.

Leistungsregelung
definition:

Die Regelung der Wärmeabgabe erfolgt wie bei Elektroheizungen oder Kesseln durch Ein- und Ausschalten des Wärmeerzeugers (Zweipunktregelung). Das fachgerecht geplante Wärmeverteilsystem „glättet“ die Wärmeabgabe soweit, dass es zu keinen merklichen Temperaturschwankungen in den Wohnräumen mehr kommt.

Leistungszahl
definition:Verhältnis abgegebene Heizleistung zur aufgenommenen elektrischen Antriebsleistung

Die Leistungszahl gibt die Effizienz der Wärmepumpe an. Sie zeigt das Verhältnis des eingesetzten Stroms zur erhaltenen Heizleistung. Wenn die Leistungszahl z.B. 4 beträgt, wird mit einer kWh Strom 4 kWh Heizleistung erbracht. Das heißt ein Viertel wird in Form von Elektrizität für den Betrieb der Wärmepumpe benötigt, drei Viertel der Wärme werden aus der Umwelt gewonnen.

Luft/Wasser

Außenluft ist eine Wärmequelle, die überall unbegrenzt verfügbar und ohne jede Genehmigung nutzbar ist. Bei sinkender Außenlufttemperatur steigt der Wärmebedarf eines Gebäudes. Gleichzeitig sinkt jedoch die Heizleistung und die Leistungszahl der Wärmepumpe. Durch die in vielen Luft/Wasser-Wärmepumpen integrierte Abtaueinrichtung ist eine einwandfreie Funktion auch unter –15 °C gegeben.
Heizungs-Wärmepumpen System Luft/Wasser kommen meist zur monoenergetischen Heizung sowie für Kühlung, Wärmerückgewinnung und Warmwasserbereitung zur Anwendung. Besonders geeignet zur Nachrüstung und Sanierung.

Lüftungswärmepumpe

Auch für das Anwendungsgebiet Kontrollierte Wohnraumlüftung werden Wärmepumpen verwendet. Dadurch wird der Wärmerückgewinnungsgrad aus der Abluft wesentlich erhöht bzw. können bei entsprechendem Aufbau die Räume bei Bedarf wahlweise auch klimatisiert werden. Für genannte Einsätze werden diverse Gerätetypen verwendet. Die Luft/Luft- Wärmepumpen besitzen dabei einen vollhermetischen Kompressor, Lamellen-Wärmetauscher als Verdampfer und Kondensator sowie ein Expansionsventil und die nötigen Sicherheitseinrichtungen.

Lüftungswärmeverluste

Lüftungswärmeverluste entstehen durch den Austausch der Raumluft gegen kalte Außenluft. Dieser Luftaustausch erfolgt über Undichtheiten in Bauteilen oder Fugen sowie durch bewusstes Lüften über die Fenster oder mit Lüftungsanlagen. Die Summe dieser Wärmeverluste, reduziert um passive Solar-Energiegewinne durch die Fenster und Wärmeabgabe innerer Wärmequellen, ergibt den Jahres-Heizwärmebedarf des Gebäudes.

MAP
Marktanreizprogramm

MAP ist das wichtigste Förderinstrument zur Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland. BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und KfW gewähren im Auftrag des Bundesumweltministeriums Förderungen, 1 Mio. Förderanträge seit 2000 Neu:

  • Bonussystem: deutlich höhere Förderungen für die Kombination von  Erneuerbaren Energien
  • Zuschüsse für effiziente Wärmepumpen (Besonders effiziente Wärmepumpen werden über BAFA gefördert)
  • Deutlicher Ausbau für gewerbliche Förderungen (Anträge im Laufe des 1.Quartals)

Voraussetzung für Förderfähigkeit:
  • Strom- und Wärmemengenzähler zur Bestimmung der JAZ gemäß 4650
  • Vorliegen einer Fachunternehmenserklärung mit folgendem Inhalt:
Mindest JAZ
Sole/Wasser: 4,0 (JAZ Neubau); 3,7 (Bestand);
Wasser/Wasser: 4,0 (JAZ Neubau); 3,7 (Bestand);
Luft/Wasser: 3,5 (JAZ Neubau); 3,3 (Bestand);

Ökostrom
definition:Elektrische Energie

Auch Grünstrom oder Naturstrom genannt. Mit diesem Begriff wird umgangssprachlich elektrische Energie bezeichnet, die auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird, in Abgrenzung insbesondere zu Kernkraft, Kohle und Öl, aber auch zu Mammutprojekten im Bereich der Wasserkraft wie dem Drei-Schluchten-Staudamm in China. Ökostrom wird auch das Angebot eines Stromanbieters genannt, der seine Kunden ausschließlich aus umweltschonenden Energiequellen versorgt.
Hierbei verpflichtet sich der Anbieter, genauso viel Ökostrom in das Stromnetz einzuspeisen, wie seine Kunden entnehmen. Weil alle Verbraucher Strom aus demselben Netz beziehen, hat der Bezug von Ökostrom keine Auswirkung auf den beim einzelnen Kunden gelieferten Strom, sondern auf den Strommix im gesamten Netz. Quelle: Wikipedia

Pufferspeicher

Bei Notwendigkeit einer Puffer/Speicherwirkung, empfiehlt sich der Einbau eines regulären Pufferspeichers (Lastausgleich, verringerte Schalthäufigkeit der Wärmepumpe, Überbrückung von Sperrzeiten bei Radiatorenheizung). Bei der Fußbodenheizung kann auf die Verwendung eines Pufferspeichers verzichtet werden, da genügend Wärmemenge im Estrich gespeichert wird, um Sperrzeiten zu überbrücken.

REC
definition:Renewable Energy Credits

Die Australische Regierung hat, um Ziele zur Reduktion der Treibhausgase zu unterstützen 1997 ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Die entsprechenden Maßnahmen sollten sowohl Nachfrage als auch Angebot an erneuerbaren Energien stimulieren.

Durch das REC-Fördersystem werden unabhängig von der Technik (Technisch neutral) Energiesysteme gefördert, welche geeignet sind, CO2-Emissionen zu reduzieren.
Geräte und Anlagen werden von unabhängigen Prüfstellen auf ihre CO2-Einsparung gemessen und anschließend von der Regierung klassifiziert: So haben bspw. Solaranlagen zur Warmwasser-Bereitung RECs von 30-40. Warmwasser-Wärmepumpen je nach Leistungszahl vergleichbare Werte. Ein Kunde bekommt als Subvention den Gegenwert der CO2-Einsparung seiner Investition der nächsten 10 Jahre. Der Wert pro REC entspricht im Normalfall dem Weltmarktpreis der Tonne CO2 (Emissionshandel), wurde aber zu Beginn des Jahres verdreifacht. D.h. eine Warmwasser-Wärmepumpe erhält ähnlich wie eine Solaranlage 500-1.500 Dollar Förderung.

Regler

Ziel der Regelung ist es, eine individuell vorgegebene Raumtemperatur möglichst konstant zu halten. Dies erfolgt über die Regelung der Heizungs-Vorlauftemperatur (Regelgröße). Als Führungsgröße fungiert die Raum- oder/und die Außentemperatur (über Heizkurve). Die einfachste Form der Steuerung erfolgt über einen Raumthermostaten (Innenfühler, Raumfühler).

Schwimmbad-Erwärmung

Der Wärmebedarf für eine Schwimmbadwasser-Erwärmung im Freibad hängt von der Wärmedämmung im Erdreich, der Lage und den Nutzungsgewohnheiten ab. Der Wärmebedarf kann überschlägig wie folgt ermittelt werden: mit Abdeckung 50 - 150 W/m2 geschützte Lage 50-200 W/m2 teilgeschützte Lage 100 - 300 W/m2 ungeschützte Lage 200 500 W/m2 Für die Erwärmung durchschnittlicher Beckengrößen eignet sich die Wärmepumpe Europa 500. Diese nützt die Wärmequelle Außenluft und ist für Außenaufstellung geeignet. Das Schwimmbecken kann bei entsprechender Auslegung der Heizungswärmepumpe auch mit dieser erwärmt werden. Bei Erdwärmesystemen ist der Kollektor entsprechend zu dimensionieren. Die Regelung erfolgt beispielsweise über die Boilersteuerung. Die Einbindung der Schwimmbadwasser-Erwärmung erfolgt parallel zur Heizungs- und Warmwasserladepumpe. Die Erwärmung des Schwimmbadwassers erfolgt über einen eigenen Schwimmbadwärmetauscher.

Solare Kühlung

In dem Bestreben alternative Energiequellen auch zum Kühlen zu nutzen, wird auch die solare Kühlung betrachtet: Untersucht wurden diverse Absorptions- (Flüssigkeiten) und Adsorptions- (Feststoffe) Kältemaschinen.
Durch die hohen Investitionskosten und COP-Werte von 0,3 bis 0,8 hat die solare Kühlung jedoch keine praktische Bedeutung. Am wirtschaftlichsten sind erdgebundene Klimasysteme, wie Sole/Wasser („Green Cooling�?). Aber auch bei Klima-Wärmepumpen Luft/Wasser ist durch die reichliche Auslegung der Komponenten im Vergleich zur herkömmlichen Luft/Luft-Klimaanlage ein merklich wirtschaftlicherer Betrieb gegeben (abgesehen vom Komfortgewinn).

Sonden

Erdsonden benötigen für die Errichtung die kleinsten Freiflächen.
Die Temperatur liegt ab einer Tiefe von ca. 15 m das ganze Jahr über bei etwa 10 °C. Die Temperatur des Bodens nimmt weiterhin mit zunehmender Tiefe zu (1 °C je 30 m). Sondentiefe: individuell je Anlage bis ca. 100 m Sondenabstand: sollte mindestens 6 m zueinander betragen (5m bei 50m-Sonden).

Sondenbohrung

Vor der Durchführung einer Sondenbohrung ist ein geologisches Gutachten einzuholen. Dieses gibt über mögliche Auflagen, den zu erwartenden Untergrund und die exakte Entzugsleistung Auskunft. Die Sondenbohrung wird durch ein konzessioniertes Unternehmen. fachgerecht durchgeführt. Bei unklaren geologischen Verhältnissen ist eine Probebohrung sinnvoll. Die Einbringung der Sonde erfolgt ebenfalls durch das Bohrunternehmen.
Die Sonde wird fachgerecht eingeschlämmt, verfüllt und bei Bedarf werden Grundwasserhorizonte mit Bentonit abgedichtet. Bei lockerem Boden sind Stützrohre notwendig! Neben der Doppel-U-Rohrsonde werden auch andere Bauarten angeboten.

Spezifische Heizwärmebedarf
Multiplikation der Wärmeerzeugeraufwandszahl, dem Deckungsanteil und dem Primärenergiefaktor.

Der spezifische Heizwärmebedarf des Gebäudes qp,g wird mittels der Multiplikation der Wärmeerzeugeraufwandszahl, dem Deckungsanteil α und dem Primärenergiefaktor fp (für Wärmepumpen fp = 2,7 (Elektroenergie)) bestimmt. qp,g = eHg x α x fp

Split-Anlagen
definition:Ausführungsform von Luftwärmepumpen

Die Außenluft wird mittels Ventilator durch den getrennt aufgestellten Verdampfer der Wärmepumpe geblasen. Die Split-Luft/Wasser Wärmepumpen von OCHSNER bieten den Vorteil, dass die Wärmepumpe (Kompressor, Kondensator, Elektronik) im Gebäude und damit von Witterung geschützt untergebracht ist. Weiters können allfällige Servicearbeiten im Winter bequem und sicher durchgeführt werden. Die Wärme wird in unmittelbarer Nähe der Wärmenutzungsanlage erzeugt und so ohne Verluste an das Wärmeverteilsystem abgegeben. Bei Split-Anlagen sind die Verdampfer mit den extrem geräuscharmen Axialventilatoren ausgerüstet. Sie werden im Freien aufgestellt. Die Verbindung erfolgt mittels Kältemittelleitungen, aufwendige und lärmende Luftkanäle entfallen. Durch die Verwendung des unbrennbaren Sicherheitsarbeitsmittels R 407C ist die Aufstellung an jedem Ort bedenkenlos möglich. Eine Frostfreihaltung (Energie bedarf) ist nicht nötig, nachdem das Kältemittel im Verdampfer auch bei längerem Stillstand der Anlage nicht einfrieren kann.

Stall-Wärmepumpe

Wärmequellanlage: Um die Abwärme des Viehs aus dem Stall aufzunehmen, wird ein stiller Verdampfer in Form eines Rohrregisters auf geeignete Art an den Stallwänden untergebracht. Die Rohre sind korrosionsfest und werden durch Staub und Ammoniakgehalt der Luft nicht beeinträchtigt. Das Wärmepumpen-Heizsystem besteht aus 3 Teilen: - Wärmequell-Anlage - Heizungs-Wärmepumpe - Wärmeverteilung / Fußbodenheizung

Thermodynamisches Heizen
definition:Prinzip des thermodynamischen Heizens

Die Wärmepumpe wandelt Wärme niedriger Temperatur in Wärme hoher Temperatur um. Dies geschieht in einem geschlossenen Kreisprozess, durch ständiges Ändern des Aggregatzustandes des Arbeitsmittels (Verdampfen, Komprimieren,
Verflüssigen, Expandieren). Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung - Erd reich, Wasser, Luft - gespeicherte Sonnenwärme und gibt diese plus der Antriebsenergie in Form von Wärme an den Heiz- und Warmwasserkreislauf ab.

Transmissionswärmeverluste

Transmissionswärmeverluste entstehen durch Wärmeleitung in raumumschließenden Bauteilen, die an kalte Außenluft, an kältere Räume oder ans Erdreich grenzen. Sie werden von der Gebäudegeometrie und der Konstruktion bestimmt. Durch Verringerung der Wärmedurchgangskoeffizienten können sie erheblich vermindert werden.

Umweltenergie
definition:Sonnenenergie, Umgebungsluft, Wasser oder Erdwärme

Ca. 3/4 der Heizenergie kommen bei Wärmepumpen-Heizanlagen gratis aus der Umwelt. Umweltenergie ist Sonnenenergie. Wärmepumpen von OCHSNER nutzen die kostenlosen Energieträger Umgebungsluft, Wasser oder Erdwärme. Die Wärmepumpe hebt die mit Hilfe von Wärmetauschern aufgenommene Umgebungswärme auf das für Heizzwecke gewünschte Temperaturniveau an. So können Sie das ganze Jahr hindurch Solarenergie auf wirtschaftlichste Weise nutzen. Oder finden Sie es sinnvoll, mit einer 1000 °C heißen Flamme eine Raumtemperatur von 22 °C zu erzeugen?

Versorgungssicherheit
definition:

Heimische Energie statt Abhängigkeit von außen! Die Energiequellen einer Wärmepumpe – gespeicherte Sonnenenergie aus Luft, Wasser und Erd -wärme - liegen krisensicher direkt vor Ihrer eigenen Haustüre (Versorgungssicherheit). Denkt man an die Auswirkungen der Öl- und Golfkrisen und der politischen Spannungen in den Gas-Transit-Ländern, so erkennt man die gefährliche Auslandsabhängigkeit als einen zusätzlichen Risikofaktor.

Wandheizung
definition:Heizung unter Putz oder Fließen

Strahlungswärme ist behaglich. Deshalb sind beispielsweise Kachelöfen so begehrt. Es gibt dazu aber auch eine preiswerte Alternative, die oft zu wenig bekannt ist: die wasserdurchströmte Wandheizung. Sie wird unter dem Putz oder unter den Fliesen installiert. Die Wand wirkt dann wie eingroßer, aber unsichtbarer Heizkörper. Gerade die große Strahlungsfläche ruft die erwünschte Behaglichkeit hervor, denn sie erlaubt wie beim Kachelofen - geringe Oberflächentemperaturen. In der Regel genügen 25 ºC bis 28 ºC. Die milde Strahlungswärme lässt auch keinen Staub aufwirbeln, wie es bei Heizkörpern oft der Fall ist.
Im Grunde hat die Wandheizung die gleichen Vor -teile wie eine Fußbodenheizung. Es gibt freilich bevorzugte Anwendungen, beispielsweise kleine Bäder, in denen der Fußboden als Heizfläche nicht ausreicht. Dann werden die Rohrschlangen in Boden und Wand verlegt. In Altbauten dagegen soll oft der vorhandene Boden erhalten bleiben; störende Heizkörper will der Bauherr vielfach auch nicht. Hier ist die Wandheizung ebenfalls der Problemlöser. Im Übrigen lassen sich Boden- und Wandheizung beliebig miteinander kombinieren.
Der warme Vorlauf liegt am Boden, der kühlere Rücklauf liegt oben. Damit wird erreicht, dass knapp über dem Boden mehr und in Kopfhöhe weniger Wärme abgegeben wird.

Wärmeerzeugungsaufwandszahl
Reziproken der Jahresarbeitszahl

Die Wärmeerzeugungsaufwandszahl eHg nach ENEV ergibt sich aus dem Reziproken der Jahresarbeitszahl. eHg = 1 : ß

Wärmepumpe
Erdwärmeheizung

Die Wärmepumpe ist eine Maschine, die unter Zufuhr von technischer Arbeit Wärme von einem niedrigeren zu einem höheren Temperaturniveau pumpt. Bei der Wärmepumpe wird die auf dem hohen Temperaturniveau anfallende Verflüssigungswärme z. B. zum Heizen genutzt. Dagegen wird bei der Kältemaschine die Abkühlung eines Kältemittels beim Entspannen und Verdampfen genutzt, um ein Fluid abzukühlen. Die Wärmepumpe und die Kältemaschine stellen die technische Anwendung des selben thermodynamischen Kreisprozesses, der Umkehrung der Wärmekraftmaschine, dar. Der Wärmepumpenprozess wird auch als Kraftwärmemaschine bezeichnet. Der Grenzfall einer reversibel arbeitenden Kraftwärmemaschine ist der linksläufige Carnotprozess. Quelle: Wikipedia

Warmwasserbereitung

Um optimale Anlagen-Wirkungsgrade (Leistungsziffern) zu erreichen, sollte für die Warmwasserbereitung eine eigene, unabhängige Brauchwasser-Wärmepumpe vorgesehen werden. Diese ist dafür optimal dimensioniert und ausgelegt und kann zusätzlich weitere Funktionen erfüllen (z.B. Lüftung, Kühlung, Entfeuchtung). Bei Nutzung der Wärmequelle Abluft werden diese auch Abluft-Wärmepumpen genannt. Die Heizungs-Wärmepumpe ist für die Brauchwasserbereitung im Sommer überdimensioniert, und im Winter wird durch die nötige Boilervorrangerwärmung ein hoher Temperaturhub benötigt.

Wasser/Wasser

Wasser/Wasser-Wärmepumpen nutzen den Wärmeinhalt des Grundwassers,  bestimmter Oberflächengewässer oder von Kühlwasser. Mit Grundwasser als Wärmequelle erreichen Wärmepumpen die höchste Leistungszahl. Grundwasser verfügt das ganze Jahr hindurch über eine etwa gleichbleibende Temperatur von 8 bis 12 °C. Daher muss das Temperaturniveau, verglichen mit anderen Wärmequellen, nur relativ gering angehoben werden, um für Heizzwecke genutzt werden zu können. Der Grundwasserspiegel sollte nicht tiefer als ca. 15 m liegen.

Witterungsgeführte Regelung

Echten Heizkomfort bietet eine witterungsgeführte Regelung. Diese besitzt einen Außenfühler und sorgt auch bei raschen Außentemperaturschwankungen für eine möglichst konstante Raumtemperatur. Bei witterungsgeführten Regelungen wird über das Programmieren der Heizkurve die Gebäudephysik und das Verhalten des Wärmeverteilsystems bei Außentemperaturänderungen bereits »vorab« berücksichtigt. Die Heizkurve ist eine Gerade, die durch zwei Punkte definiert wird. Über zusätzliche Raumthermostate kann Fremdwärme kompensiert d.h. deren Einfluss berücksichtigt werden.

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